Moalboal erleben:
Sardine Run, Kawasan Falls & mehr – dein Guide für Cebu
Moalboal war unsere erste Station auf den Philippinen – und hat uns direkt sehr gut gefallen! Der kleine Küstenort an der Westküste der Insel Cebu hat zwar schon einige Touristen angelockt, wirkt aber immer noch authentisch, entspannt und sympathisch. Für mich ist Moalboal ein absolutes Muss auf einer Philippinenreise: klein, quirlig, voller Erlebnisse und mit dem Meer direkt vor der Nase.
In diesem Beitrag erzähle ich dir, wie du hinkommst, was du erleben kannst und warum ich Moalboal jederzeit wieder besuchen würde.
Wir sind am Flughafen von Cebu City (auf Lapu Lapu Island) angekommen und von dort mit einem Grab ins Stadtzentrum zum Busbahnhof gefahren. Dort kannst du am Schalter ganz unkompliziert ein Ticket für den Bus nach Moalboal kaufen – kostet rund 5 € pro Person.
Die Fahrt dauert etwa 5 Stunden inklusive einer Pause kurz vor dem Ziel. An der „Raststätte“ (einem kleinen einfachen Laden) haben wir zum ersten Mal eine klassische philippinische Bäckerei entdeckt: Hier bekommst du fluffige Brötchen mit Kokoszuckerfüllung (Pan de Coco), süßes Milchbrot (Pandesal), bunte Reiskuchen oder knusprige Knabbereien. Einfach probieren! Bäckereien sind hier total günstig, ein Teil kostet weniger als 10 ct.
Wo wohnen?
Am besten wohnst du im kleinen Dorf Basdiot, direkt am Meer. Das passiert jedoch vermutlich ganz automatisch, da die meisten Unterkünfte hier sind. Hier findest du alles, was du brauchst: Restaurants, kleine Supermärkte, 2–3 ATMs (die allerdings öfter mal leer sind – bring also besser genug Bargeld mit) und Unterkünfte in allen Preisklassen. Von hier aus bist du in wenigen Schritten am Wasser und mitten im Geschehen.
Schnorcheln mit Schildkröten & Sardinen Run
Moalboal ist berühmt für den gigantischen Sardinen-Schwarm direkt vor der Küste – und die Meeresschildkröten, die hier gemütlich durchs Wasser ziehen.
Offizielle Schnorcheltouren kosten etwa 300 Pesos (ca. 5 €), wir haben uns das gespart und sind einfach selbst ins Wasser. Schon nach 20 Metern waren wir mitten im Sardine Run und haben Schildkröten gesehen – ganz ohne Gedränge.
Mein Tipp: Geh früh morgens (wir waren gegen 6:30 Uhr im Wasser), da sind die Sardinen noch nahe an der Küste und du hast die Schildkröten fast für dich allein. Ab etwa 8 Uhr starten die Gruppen und es wird schnell voll. Außerdem: Für den Strandzugang wird eine kleine Umweltgebühr fällig (ca. 20 Pesos pro Person).
Wir fanden die geführten Touren oft rücksichtslos gegenüber den Tieren – Guides drückten Leute zu den Schildkröten runter. Also lieber alleine, in Ruhe, mit Abstand genießen – ein unvergessliches Erlebnis!
Kawasan Falls Canyoneering
Ein echtes Abenteuer wartet bei den Kawasan Falls, die du beim Canyoneering erkundest. Wir haben unsere Tour bei PH Kawasan Canyoneering gebucht und waren mit dem Anbieter super zufrieden – alles war gut organisiert, die Guides waren lustig, aufmerksam und haben das Erlebnis für uns richtig besonders gemacht. Nach der Tour war ein Mittagessen inkludiert, während der Tour eine Flasche Wasser für jeden. Der Preis lag bei 1900 Pesos, also Rund 30 Euro pro Person (STand: Juli 2025).
Wir wurden früh morgens (6 Uhr) an der Unterkunft abgeholt, was sich absolut gelohnt hat: Wir waren fast allein im Canyon und unsere Guides haben immer wieder betont, dass das zu späteren Zeiten nicht mehr so wäre.
Am Startpunkt bekommst du die nötige Ausrüstung, dann gibt es eine knackige Sicherheitsunterweisung. Anschließend hast du die Wahl: Entweder eine etwa 1 km lange Zipline (kostet extra, ca. 10 € p. P. – macht aber richtig Spaß) oder du läufst ca. 30–40 Minuten durch den Dschungel bis zum Startpunkt der eigentlichen Canyoneering-Tour.
Dann ging’s los: klettern, springen, rutschen, durch Wasserfälle und Höhlen schwimmen – inklusive Betreuung durch unseren Guide Anderson, der mit seinen Gesangseinlagen und Stimmimitationen für gute Stimmung sorgte, und unserem persönlichen Kameramann Jolian, der alles festgehalten hat. Wir haben uns insgesamt sehr gut betreut gefühlt, da wir beide durch zwei Guides unterstüzt wurden und somit quasi 1:1 Betreuung hatten, was durchaus wichtig ist, da so eine Canyoneering-Tour ja nicht ganz ungefährlich ist.
Am Ende wartete ein leckeres Mittagessen auf uns, bevor wir wieder zurück zur Unterkunft gebracht wurden.
Du solltest für das Canyoneering keine Angst vor Höhe haben – einige Sprünge (um die 4 Meter) sind unvermeidlich. Es gibt Sprünge bis zu 10 Meter, die man jedoch im Notfall umgehen kann. Für uns war es trotz kleiner Panikmomente eine der coolsten Erfahrungen auf Cebu!
Osmeña Peak – Auf den höchsten Punkt
Der Osmeña Peak ist mit 1.013 m der höchste Punkt der Insel Cebu – und bietet an klaren Tagen einen spektakulären Blick auf grüne, zerklüftete Hügel, die ein bisschen an die Chocolate Hills auf Bohol erinnern, nur viel weniger touristisch.
Um dort hinzukommen, brauchst du unbedingt einen Roller. Wir haben unseren bei Island Hoppers Scooter Rental gemietet – das ist keine Werbung, sondern eine persönliche Empfehlung, weil alles unkompliziert lief, der Roller in gutem Zustand war und wir keine Dokumente als Pfand hinterlegen mussten. Es gibt aber auch zahlreiche andere Anbieter in Moalboal – schaut einfach, bei wem ihr euch wohlfühlt und was für euch am besten passt. Unser Roller hat umgerechnet etwa 9 € pro Tag gekostet – etwas teurer als anderswo auf den Philippinen, was vermutlich an der touristischeren Lage liegt.
Die Fahrt von Moalboal zum Osmeña Peak dauert rund zwei Stunden. Klingt vielleicht etwas abschreckend, fand ich aber wirklich sehr cool, weil man so auch mal das untouristische und authentische Inland von Cebu sieht. Am besten fragt ihr zwischendurch mal Einheimische nach dem Parkplatz – der ist nicht direkt auf Google Maps zu finden, aber wenn man einfach der Straße Richtung „Osmeña Peak“ folgt, kommt man an. Von dort geht’s dann zu Fuß noch etwa 30 Minuten bergauf.
Leider zog bei uns ein Gewitter auf, als wir gerade am Parkplatz ankamen – der ganze Berg war in dichten Nebel gehüllt, also haben wir auf die Wanderung verzichtet. Den Bildern nach zu urteilen, lohnt sich der Aufstieg aber sehr!
Moalboal Animal Welfare – Tiere, die dein Herz brauchen
Wenn du auf den Philippinen unterwegs bist, wirst du früher oder später merken: Es gibt unglaublich viele Straßenhunde. Auch in Moalboal begegnet man ihnen an jeder Ecke – oft in keinem guten Zustand. Die meisten Filipinos kümmern sich kaum um die Tiere, was schlicht daran liegt, dass sie genug damit zu tun haben, sich und ihre Familien über Wasser zu halten.
Umso schöner ist es zu sehen, dass es Menschen gibt, die sich trotzdem kümmern. Lyndon und Ala betreiben in Moalboal das erste Animal Welfare Center auf Cebu (und bis heute gibt es nur wenige weitere). Sie nehmen mit viel Liebe mittlerweile rund 70 Hunde und einige Katzen auf, stecken ihr ganzes Geld in die Versorgung der Tiere und verzichten dafür selbst auf vieles.
Wir haben das Animal Welfare besucht und waren beeindruckt, wie gut es den Hunden dort geht. Sie sind aber dringend auf Spenden von Tourist*innen angewiesen. Wenn du also Lust hast, schreib Lyndon und Ala einfach auf Instagram, sie freuen sich über jeden Besuch. Du kannst dort übrigens auch als Volunteer für mehrere Wochen mitarbeiten.
Essen in Moalboal
In Moalboal findest du vor allem internationale Küche – traditionell philippinisch essen ist hier eher schwierig. Trotzdem gibt’s ein paar richtig gute Adressen:
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JP’s Burrito Bar – fantastische Burritos
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Three Bears Restaurant – sehr leckere Burger (etwas teurer, aber lohnt sich)
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Kuan Bar + Restaurant – für klassisches philippinisches Frühstück (Silog: Knoblauchreis, Spiegelei & Fleisch/Wurst), aber auch mit Toast und Ei
Fazit
Moalboal hat uns von Anfang an begeistert: ein kleiner, authentischer Ort mit allem, was man braucht, und jeder Menge Erlebnisse direkt vor der Haustür. Ob Schnorcheln, Canyoneering oder Rollerabenteuer – hier wird’s garantiert nicht langweilig. Und trotzdem bleibt es charmant und entspannt. Für mich definitiv einer der Orte, den ich jedem ans Herz legen würde, der die Philippinen bereist!



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